Fundobjekt

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Golddukat Augusts des Starken

Gemarkung: Leipzig Innenstadt (Leipzig, Leipzig Stadt)
Datierung: Neuzeit | frühe Neuzeit | 1698 n. Chr.
Material: Gold
Fundgegenstand: Münzen

Objektbeschreibung:
Die beinahe prägefrische Goldmünze zeigt auf der Vorderseite das nach rechts gewendete Brustbild König Augusts des Starken im Harnisch mit einem Lorbeerkranz. Umschrift: „FRID(ericus) . AUG(ustus) . REX POL(oniarum) / DUX SAX(axoniae) I(uliaci) C(liviae) M(ontium) A(ngariae) & W(estphaliae) D(ei) G(ratia)“. Auf dem Revers ist, von schlanken Palmwedeln seitlich eingefasst, unter einer Krone der runde gevierte Wappenschild von Polen und Litauen mit dem runden kursächsischen Mittelschild zu sehen. Umschrift: „SAC(ri) . ROM(ani) . IMP(erii) . ARCHIM(arschallus) . ET ELECT(or) . / . 16/98“; die Jahreszahl wird durch die Krone geteilt. Das Münzzeichen „ILH“ verweist auf den Dresdner Münzmeister Johann Lorenz Holland (1698–1716).

Fundstelle

Fundstellen-Ort:
Katharinenstraße/Am Brühl, Bernstein-Carré, ehemals Katharinenstraße 22 | L-208

Fundstellen-Beschreibung:
Die Bebauung im Nordwesten der Leipziger Altstadt wurde 1943 weitgehend zerstört. An der Ecke Katharinenstraße/Brühl wurde das „Bernsteincarré“ erbaut. Im Vorfeld fanden von September 2015 bis Januar 2016 Ausgrabungen statt, bei denen insbesondere Reste der ausgedehnten neuzeitlichen Handelshöfe freigelegt wurden. In den westlichen Kellerräumen des Gebäudes Katharinenstraße 22 befanden sich zwei frühneuzeitliche Rollsteinpflaster übereinander.

Fundstellen-Typ:
Gang- und Kellersystem

Befund

Befund-Beschreibung:
200: Die Sandbettung der jüngeren Fußbodenpflasterung im mittleren Kellerraum aus dem späten 17. Jahrhundert überlagerte einen renaissancezeitlichen Fußboden.

Fundzusammenhang:
Die Goldmünze wurde aus dem östlichen Teil der Sandbettung der jüngeren Fußbodenpflasterung geborgen (Fundpunkt eingemessen). Die Münze wird als „Bauopfer“ im Zusammenhang mit dem Neubau des Handelshofes um 1700 interpretiert.

Scanner:
Aicon smartSCAN-HE C8 75mm | Streifenlicht | 0,02mm

Literatur

Petra Schug/André Zakrozinsky, Archäologische Befunde der Parzelle rund um die Katharinenkirche in Leipzig. Die Ausgrabung L-208. In: Regina Smolnik (Hrsg.), Ausgrabungen in Sachsen 6. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Beiheft 33 (Dresden 2018) 325 f. Abb. 23.
Helmut Kahnt, Die Münzen Augusts des Starken. 1694–1733 (Regenstauf 2009) 65 Nr. 61 (mit anderen Umschriften!).

Eigentümer
Landesamt für Archäologie Sachsen | AAS:00328640

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