Fundobjekt

DE | EN

Hohe Tasse

Gemarkung: Kölsa (Wiedemar, Nordsachsen)
Datierung: Neolithikum | Glockenbecherkultur | 2500 - 2200 v. Chr.
Material: Keramik
Fundgegenstand: Tasse

Objektbeschreibung:
Kleine Tasse mit einziehendem, hohem Hals, markantem, tief sitzendem Umbruch, konischem Unterteil und deutlich nach innen gewölbtem Boden. Der ehemals vorhandene unterrandständige Henkel war bereits vor der Niederlegung im Grab mit den Verzapfungen herausgebrochen. Der Gefäßkörper ist nahezu vollständig erhalten.

Fundstelle

Fundstellen-Ort:
Nordwestlich von Kölsa, Grabung BAB 9 Ostseite | KQA-01

Fundstellen-Beschreibung:
Gräberfeld der Glockenbecherkultur

Fundstellen-Typ:
Flachgrab/Flachgräberfeld mit Körpergräbern

Befund

Befund-Beschreibung:
Grab 9: Körperbestattung einer auf der rechten Seite liegenden älteren Frau in Schlafstellung (Hocker). Das Grab war süd-nord-ausgerichtet. Im Norden, unterhalb der Beine, sind die mutmaßlichen Reste eines rechteckigen Grabeinbaus aus Holz zu erkennen. Zu den Beigaben gehören ein Glockenbecher, eine Tasse, ein kleines Silexgerät sowie eine Speisebeigabe.

Fundzusammenhang:
Die Tasse war im Norden des Grabs unterhalb der Unterschenkel neben dem Glockenbecher platziert worden.

Scanner:
Aicon smartSCAN-HE C5 200mm | Streifenlicht | 0,09mm

Literatur

Matthias Conrad, Glockenbecherzeitliche Gräber in Nordwestsachsen. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 51/52, 2009/2010 (2011) 103–105.
Marcin Dalidowski/Anderas Egold, Entdeckungen an der Autobahn. Archäologie in Deutschland 2002, Heft 3, 54 f.

Eigentümer
Landesamt für Archäologie Sachsen | AAS:00271598

Eine Wiedergabe ist mit dem Vermerk „© Landesamt für Archäologie Sachsen, Scan/3D-Modell: Thomas Reuter“ gestattet. Die Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht gestattet.


kqa01-25-24_00271598