Fundobjekt

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Denar (Pfennig)

Gemarkung: Cortnitz (Weißenberg, Bautzen)
Datierung: Mittelalter | Hochmittelalter | 1010 - 1025 n. Chr.
Material: Silber
Fundgegenstand: Münzen

Objektbeschreibung:
Die vollständige Münze stammt aus dem Heiligen Römischen Reich und wurde eventuell in Lüneburg geprägt. Es handelt sich um einen Denar bzw. Pfennig. Der Münzherr war Herzog Bernhard II. in Sachsen (1011–1059). Auf der Vorderseite sind deutlich ein Punkt und verblasste Buchstaben zu erkennen. Die Rückseite weist ein Keilkreuz sowie verschmolzene Rauten und undeutliche Buchstaben auf.

Fundstelle

Fundstellen-Ort:
Cortnitz | CTT-01

Fundstellen-Beschreibung:
Hanglage, durch Quellmulde begrenzt

Fundstellen-Typ:
Depotfund/Schatzfund

Befund

Befund-Beschreibung:
Depotfund, der, nachdem einzelne Silberobjekte gemeldet worden waren, von Februar bis Mai 2005 bei einer Ausgrabung vollständig geborgen werden konnte. Die Fundstücke streuten über eine größere Fläche, da das Ensemble durch ackerbauliche Tätigkeit bereits vor längerer Zeit auseinander gerissen worden war. Das Ensemble gehört zu den sogenannten Hacksilberfunden, in denen vor allem nur kleine Silberobjekte vorliegen, die in der Regel zusätzlich stark fragmentiert sind.

Fundzusammenhang:
Bestandteil des Hacksilberfundes

Scanner:
Aicon smartSCAN-HE C8 75mm | Streifenlicht | 0,02mm

Literatur

Sarah Nelly Friedland/Wilhelm Hollstein, Der Schatz im Acker – Ein Hacksilberfund des 11. Jahrhunderts aus Cortnitz, Stadt Weißenberg (Lkr. Bautzen). Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 50, 2008, 211–229.
Sarah Nelly Friedland, Ein Silberschatz aus der Lausitz. Archæo 5, 2008, 26–29.
Gabriele Wagner/Joanna Wojnicz, Silberschatz unter der Lupe. Archæo 12, 2015, 34–35.

Eigentümer
Landesamt für Archäologie Sachsen, Ausstellung: smac | AAS:00183441

Eine Wiedergabe ist mit dem Vermerk „© Landesamt für Archäologie Sachsen, Scan/3D-Modell: Cornelia Pönitz“ gestattet. Die Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht gestattet.


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