Fundobjekt

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Hanseschale

Gemarkung: Leipzig Innenstadt (Leipzig, Leipzig Stadt)
Datierung: Mittelalter | Spätmittelalter | 1300 - 1500 n. Chr.
Material: Kupferblech
Fundgegenstand: Schale

Objektbeschreibung:
Die Schale aus Kupferblech mit einem schmalen horizontalen Rand ist teilweise verzogen. Am Rand des flachen Bodens befindet sich ein größeres, von der Unterseite her (rezent?) eingeschlagenes Loch. Die Metallschalen dienten, zusammen mit einem Aquamanile oder einer Kanne, der Handwaschung. Dementsprechend wurden sie auch in der kirchlichen Liturgie verwendet.

Fundstelle

Fundstellen-Ort:
Zentrum des ehemaligen Sachsenplatzes, ehemals Katharinenstraße 16 | L-71

Fundstellen-Beschreibung:
Die Bebauung in dem Quartier zwischen Brühl, Katharinenstraße, Reichsstraße und Böttchergasse wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Trümmer wurden beräumt und auf dem Areal der Sachsenplatz neu angelegt. Die Stadt Leipzig errichtete in der Mitte des Platzes den Neubau des Museums der Bildenden Künste. Vorher erfolgten von März bis September 1999 Ausgrabungen auf dem Gelände. Dabei wurde im Innenhof des ehemaligen Grundstückes Katharinenstraße 16 im Juni 1999 u. a. eine Latrine untersucht.

Fundstellen-Typ:
Stadtkern

Scanner:
Konica Minolta VI-910 Middle 14mm | Laserscan | 0,37mm

Literatur

Stefan Koch/Stefan Kirchberger, Ungedruckter Abschlussbericht L-71 im LfA [Leipzig 1999] 9 [zu Befund 1571].
Ulrich Müller, Zwischen Gebrauch und Bedeutung. Studien zur Funktion von Sachkultur am Beispiel mittelalterlichen Handwaschgeschirrs (5./6. bis 15./16. Jahrhundert). Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters, Beiheft 20 (Bonn 2006) 288–292.

Eigentümer
Landesamt für Archäologie Sachsen | AAS:00060031

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