Fundobjekt

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Graphitstück

Gemarkung: Nickern (Dresden, Dresden Stadt)
Datierung: Neolithikum | Linienbandkeramik | 5200 - 5000 v. Chr.
Material: Farbstoff
Fundgegenstand: allg. Fundklasse Werkzeug/Gerät

Objektbeschreibung:
Unregelmäßig walzenförmig geformte „Perle“ mit breiter zentraler Durchbohrung für eine Aufhängung. Deutlich sind auf der Oberfläche mehr oder weniger stark ausgeprägte Schleiffacetten erkennbar, mit denen das als Farbstoff oder für die Keramikmagerung genutzte Mineral seiner Verwendung zugeführt wurde.

Fundstelle

Fundstellen-Ort:
Zubringer S 191n, südlich Fritz-Meinhardt-Straße | NIE-04

Fundstellen-Beschreibung:
Großes frühneolithisches Siedlungsareal mit Kreisgrabenanlagen, Hausgrundrissen und Bestattungen, Grabung 2002.

Fundstellen-Typ:
Flachgrab/Flachgräberfeld mit Brand- und Körpergräbern

Befund

Befund-Beschreibung:
Befund 30, Grab 14: Rechteckige, ost-west-ausgerichtete Grabgrube ohne Knochenerhaltung. Der deutlich ausgeprägte Leichenschatten spricht für eine auf der rechten Seite liegende Hockerbestattung mit Kopf im Osten und Blick nach Norden. Außer einem Kumpf und dem Graphitstück befanden sich noch einzelne Keramikscherben in dem Grab.

Fundzusammenhang:
Die Graphitperle befand sich vor dem Körper des bestatteten Menschen.

Scanner:
Aicon smartSCAN-HE C5 125mm | Streifenlicht | 0,05mm

Literatur

Rainer Bartels/Wolfgang Brestrich/Patrice de Vries/Harald Stäuble, Ein neolithisches Siedlungsareal bei Dresden-Nickern. Eine Übersicht. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 45, 2003, 114–117.

Eigentümer
Landesamt für Archäologie Sachsen, Ausstellung: smac | 360°
AAS:00093681

Eine Wiedergabe ist mit dem Vermerk „© Landesamt für Archäologie Sachsen, Scan/3D-Modell: Thomas Reuter“ gestattet. Die Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht gestattet.


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