Fundobjekt

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Rasiermesser mit Pferdekopfgriff

Gemarkung: Dresden Neustadt (Dresden, Dresden Stadt)
Datierung: Bronzezeit | ältere Lausitzer Kultur | 1300 - 1050 v. Chr.
Material: Bronze
Fundgegenstand: Toilettenbesteck, Rasiermesser

Objektbeschreibung:
Einschneidiges Rasiermesser mit gebogen trapezförmiger Klinge und langem, hakenartigem Griff in Form eines stilisierten Pferdekopfes. Die knopfartig ausgeprägten Verdickungen deuten die Augen an. Kopf und Hals sind nur auf einer Seite profiliert, was dafür spricht, dass das Stück zwar in einer zweischaligen Form gegossen wurde, die aber bis auf das Augennäpfchen nur auf einer Hälfte konturiert war. Das Stück gehört zum Typ Ústí.

Fundstelle

Fundstellen-Ort:
Leipziger bzw. Neustädter Bahnhof

Fundstellen-Beschreibung:
1852 bei Bauarbeiten auf dem Platz vor dem Leipziger Bahnhof gefunden.

Fundstellen-Typ:
Brandgräber mit unbekanntem Grabbau

Befund

Befund-Beschreibung:
Das Rasiermesser wurde mit wenigstens einem weiteren Beifund aus einer Urne mit Leichenbrand geborgen.

Scanner:
Aicon smartSCAN-HE C5 125mm | Streifenlicht | 0,06mm

Literatur

Walter Grünberg, Rasiermesser mit Pferdekopf in lausitzischen Gräbern. In: Ernst Sprockhoff (Hrsg.), Marburger Studien. Festschrift Gero Merhard von Bernegg (Darmstadt 1938) 70–76 bes. 71 Taf. 29,1.
Albrecht Jockenhövel, Die Rasiermesser in Mitteleuropa. Süddeutschland, Tschechoslowakei, Österreich, Schweiz. PDF VIII 1 (München 1971) 186–188.
Thomas Puttkammer, Katalog zur Ausstellung. In: Friederike Koch (Hrsg.), Bronzezeit – Die Lausitz vor 3000 Jahren (Kamenz 2007) 121.

Eigentümer
Landesamt für Archäologie Sachsen, Ausstellung: smac | 360°
AAS:00061921

Eine Wiedergabe ist mit dem Vermerk „© Landesamt für Archäologie Sachsen, Scan/3D-Modell: Thomas Reuter“ gestattet. Die Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht gestattet.

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