Laserscanner

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Abb. 1: Der 3D-Laserscanner Konica Minolta VI-910. Der Laseremitter befindet im unteren Bereich und die Kamera mit dem Farbfiltersystem im oberen Bereich.
Abb. 2: Ehemaliger Arbeitsbereich mit 3D-Scanner, Fotolampen für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Fundes und dem softwaregesteuerten Drehtisch.

Der Laserscanner Konica Minolta VI-910 ist seit 2005 im Einsatz [Abb. 1] und erfasst die Oberflächeninformationen mittels einer CCD-Flächenkamera mit einer Auflösung von 640 x 480 Px. Durch den integrierten, drehbaren Farbfilter werden die 3D-Daten zusätzlich mit Farbinformationen ergänzt. Der Laserstrahl wird durch einen galvanischen Spiegel auf das Objekt projiziert und reflektiert [Videoclip]. Das reflektierte Lichtsignal wird vom Kamerasensor erfasst und mit Hilfe des Triangulationsverfahrens werden dreidimensionale Koordinaten berechnet. Ein softwaregesteuerter Drehtisch ermöglicht es, automatisch einen vollständigen 360°-Scan eines Fundobjektes zu erfassen [Abb. 2]. Im besten Fall ist nur ein einmaliges Umdrehen des Objektes notwendig, um es vollständig zu erfassen. Es stehen drei verschiedene Objektive zur Verfügung um eine möglichst große Vielfalt an Objektgrößen digitalisieren zu können. In Abhängigkeit der Abmessungen des Objektes, des Reflexionsverhaltens der Oberfläche und des verwendeten Objektivs haben die erzeugten 3D-Modelle meist eine Auflösung von 0,2 ­­– 0,7 mm.

Für die Datenverarbeitung wird das 3D-Programm Geomagic Studio genutzt. Damit werden die einzelnen Scans, die als 3D-Punktwolken gespeichert sind, zueinander ausgerichtet und vermascht (trianguliert). Das vollständig berechnete und farbige 3D-Modell wird im freien Datenformat PLY (Polygon File Format/Stanford Triangle Format) gespeichert.

Messprinzip des Laserscanners mit dem projizierten und auf der Oberfläche des Fundes reflektierten Laserstrahl.