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Stopfei
| Fundort: | Chemnitz (Chemnitz, Chemnitz Stadt) |
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| Datierung: | Mittelalter | Hochmittelalter | 1175 - 1225 n. Chr. |
| Material: | Holz |
| Fundgegenstand: | allg. Fundklasse Hausrat/Mobilar |
Objektbeschreibung:
Kleiner, kompakter, länglicher Gegenstand aus Holz mit rissiger Struktur, die sich durch die Verwittung der Holzbestandteile erklärt und durch die Trocknung nach der Bergung verstärkt wurde. Bei diesem Stück handelt es sich um ein hochmittelalterliches Stopfei. Dieses wurde als Hilfsmittel beim Stopfen von Stoff und Kleidungsstücken verwendet. In ähnlicher Form sind solche Stopfeier bis heute gebrächlich.
Marcus SonntagFundstelle
Fundstellen-Ort:
Markt 9/10 | C-05
Fundstellen-Beschreibung:
Im ersten Halbjahr 1995 fanden südlich des Marktes zwischen den Straßen Am Rathaus und Bretgasse umfängliche Ausgrabungen statt. Das im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörte Areal hatte sich in prominenter Lage direkt am Markt von Chemnitz befunden und lieferte Einblicke in die urkundlich nicht belegten Anfänge der Stadt sowie in die Entwicklung ihrer Bau- und Infrastruktur bis in die Neuzeit.
Fundstellen-Typ:
Stadtkern
Befund
Befund-Beschreibung:
3254: Wohnstallhaus in Blockbauweise im rückwärtigen Bereich der Parzelle Markt 9/10, das direkt neben einem vergleichbaren Gebäude lag. Beide Häuser repräsentieren die älteste Bebauung des Grundstückes, das zu dieser Zeit noch nicht geteilt war. Eine nicht gesicherte Dendodatierung verweist das Gebäude in die Zeit um 1200 n. Chr. Neben Resten von Konstruktionshölzern sind als Funde Keramikscherben und Eisenfragmente zu nennen.
Scanner:
Aicon smartSCAN-HE C8 300mm | Streifenlicht | 0,09mm
Literatur
Jens Beutmann/Henning Leideck, Chemnitzer Funde im smac (Chemnitz 2018) 14.