Fundobjekt

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Tasse

Gemarkung: Nickern (Dresden, Dresden Stadt)
Datierung: Bronzezeit | ältere Aunjetitzer Kultur | 2100 - 1900 v. Chr.
Material: Keramik
Fundgegenstand: Tasse

Objektbeschreibung:
Kleine Tasse mit ausbiegendem Rand, konkav geschwungenem Oberteil und abgesetztem, gebauchtem Unterteil. Der deutliche Umbruch wird von einem Bandhenkel überspannt. Das Gefäß ist fast vollständig erhalten, die Oberfläche an einer Stelle abgeplatzt.

Fundstelle

Fundstellen-Ort:
Gewerbegebiet Nickern | DD-02

Fundstellen-Beschreibung:
Mehrperiodiges Siedlungsareal südlich der Dohnaer Straße zwischen Haubold- und Michaelisstraße, teilweise die ehemalige Ziegelei Mittag einschließend, mit Siedlungs- und Bestattungsresten von der Linienbandkeramik bis ins Hochmittelalter. Die Befunde zu den einzelnen Epochen waren in unterschiedlichen Konzentrationen verteilt. Die Grabgruppe des Fundareals F befand sich nordwestlich des Kauscha-Nickerner-Abzugsgrabens.

Fundstellen-Typ:
Flachgrab/Flachgräberfeld mit Körpergräbern

Befund

Befund-Beschreibung:
Grab F5: Nord-süd-ausgerichtete Körperbestattung (Kopf im Süden) mit Ausnahme von wenigen Zahnschmelzresten ohne Knochenerhaltung in rechteckiger Grabgrube. Fünf Beigabengefäße konnten geborgen werden.

Fundzusammenhang:
Die Tasse lag im Bereich des Kopfes oder des Oberkörpers vermutlich vor dem Gesicht des Toten neben der kleinen Schale. Die Mündung zeigte zur Bestattung hin.

Scanner:
Aicon smartSCAN-HE C5 200mm | Streifenlicht | 0,08mm

Literatur

Jacqueline Klemet, Aunjetitzer Grabfunde von Dresden-Nickern. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 44, 2002, 72 Abb. 19; 20.

Eigentümer
Landesamt für Archäologie Sachsen | AAS:00090643

Eine Wiedergabe ist mit dem Vermerk „© Landesamt für Archäologie Sachsen, Scan/3D-Modell: Thomas Reuter“ gestattet. Die Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht gestattet.


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