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Ritualgefäß mit figürlichen Elementen

Fundort: Grauschwitz (Mügeln, Nordsachsen)
Datierung: Neolithikum | Linienbandkeramik | 5500 - 5000 v. Chr.
Material: Keramik
Fundgegenstand: Sonderform, Gefäß, zoomorph

Objektbeschreibung:

Große Teile eines Gefäßes in Kugelform mit Standfüßen. Auf dem Gefäß ist die Darstellung eines Mischwesens – wahrscheinlich aus Ziege und Mensch.

Auf der vorderen Seite ist ein Teil zu sehen, das aussieht wie ein Henkel in Form von Hörnern einer Ziege. Auf der hinteren Seite sind zwei Standbeine zu sehen. Sie gehen über in ein schwach ausgeformtes Hinterteil und einen Henkel. Der Henkel ist nicht erhalten.

Das schwach ausgeformte Hinterteil ist verziert. Es sieht aus wie das Gesäß eines Menschen.

Die Muster der Verzierung sind eingeritzt. Sie sind typisch für die Kultur der Linienbandkeramik.

Große Fragmente eines kumpfartigen Gefäßes mit Standfüßen und Darstellung eines Mischwesens. Die "Vorderseite" zeigt eine komplexe henkelartige Applike in Form eines Ziegengehörns. Der Gesichtsschädel wird lediglich durch eine Durchbohrung symbolisiert. Die "Hinterseite" ist in zwei Standbeine ausgeformt, die in ein schwach modelliertes Hinterteil und einen nicht mehr erhaltenen Henkel übergehen. Das auch durch die Verzierung akzentuierte Gesäß wirkt menschlich. Die kräftige Ritzverzierung zeigt typische linienbandkeramische Muster.

Fundstelle

Fundstellen-Ort:

Beiderseits des Grauschwitzbaches | GWC-01

Fundstellen-Beschreibung:

Eine große Siedlung aus der Zeit des Neolithikums und der Kultur der Bandkeramik. In der Siedlung wurden Grundrisse von Häusern gefunden.

Große bandkeramische Siedlung mit mehreren Hausgrundrissen

Fundstellen-Typ:

Siedlung

Befund

Befund-Beschreibung:

Eine Grube mit Keramik. Auf den Teilen von Gefäßen sind Mischwesen zu sehen.

Grube mit Keramik und Gefäßfragmenten mit Darstellungen von Mischwesen

Fundzusammenhang:

In der Grube lag ein zweites Gefäß. Auf diesem Gefäß ist auch ein Mischwesen zu sehen.

In demselben Befund lag ein zweites Gefäß mit der Darstellung eines Mischwesens.

Scanner:

Aicon smartSCAN-HE C5 200mm | Streifenlicht | 0,13mm

Literatur

Matthias Conrad/Sven Conrad/Anne Homann/Christian Tinapp/Christoph Herbig/Ute Krämer/Jörg Winter, Eine frühneolithische Großsiedlung bei Mügeln. Die Grabungen an der S 31 bei Mügeln: GWC-01, NGL-03, SWX-02, SWX-03. In: Regina Smolnik (Hrsg.), Ausgrabungen in Sachsen 4. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Beihefte 27 (Dresden 2014) 77–85.

Eigentümer

Landesamt für Archäologie Sachsen, Ausstellung: smac
AAS:00309808

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