Logo Archaeo | 3D
DE | EN
Logo des Landesamts für Archäologie Sachsen

Hammeraxt

Fundort: Niederkaina (Bautzen, Bautzen)
Datierung: Neolithikum | Schnurkeramische Kultur | 2700 - 2200 v. Chr.
Material: Felsgestein
Fundgegenstand: Axt, Axthammer/Hammeraxt

Objektbeschreibung:

Eine Hammeraxt, die typisch für Funde in Mitteldeutschland ist. Sie hat ihren Namen, weil sie aussieht wie ein Hammer.

Die Hammeraxt ist aus Lamprophyr aus dem Lausitzer Bergland gemacht. Lamprophyr ist ein dunkles vulkanisches Gestein und es ist sehr hart.

Die Oberfläche der Hammeraxt ist stark verwittert. Auf der gesamten Oberfläche sind kleine, eckige Flächen – Facetten. Sie sind durch die Bearbeitung des Steins entstanden. Es ist aber auch möglich, dass die Facetten eine Verzierung sind.

Mitteldeutsche Hammeraxt aus Lausitzer Lamprophyr mit verwitterter Oberfläche und kaum noch erkennbarer Facettierung.

Fundstelle

Fundstellen-Ort:

Schafberg | BZ-66

Fundstellen-Beschreibung:

Ein großes Gräberfeld, die ersten Bestattungen fanden in der Zeit der Schnurkeramischen Kultur (Neolithikum) statt. Hier wurden über lange Zeit Menschen bestattet. Die letzten Bestattungen fanden in der Zeit der Billendorfer Kultur statt.

Archäologische Grabungen fanden auf diesem Gräberfeld in den 1950er Jahren, in den 1960er Jahren und in den 1970er Jahren statt.

Großes multikulturelles Gräberfeld, das mit Bestattungen der Schnurkeramischen Kultur gegründet wurde und nahezu kontinuierlich bis ans Ende der Billendorfer Kultur belegt war. Systematische Ausgrabungen gab es zwischen den 1950er und den 1970er Jahren.

Fundstellen-Typ:

Flachgräberfeld mit Hügelgräbern: Körpergräber

Befund

Befund-Beschreibung:

Wahrscheinlich war es ein sogenanntes Hockergrab. Das ist eine Körperbestattung, bei der der Mensch mit angewinkelten Armen und Beinen in das Grab gelegt wird. Der Körper war von Norden nach Süden ausgerichtet. Die Knochen sind nicht erhalten.

Außerdem lagen in dem Grab noch ein anderer Becher, ein Beil aus Feuerstein, eine Hammeraxt, zwei Klingen aus Feuerstein und zehn Pfeilspitzen aus Feuerstein.

Grab 1971-V/99 (Nr. 728): Mutmaßliche Körperbestattung (wohl Hockerlage in N-S-Ausrichtung) mit gänzlich vergangenen Knochen. Die Beigaben bilden zwei Becher, ein Silexbeil, eine Hammeraxt, zwei Silexklingen und zehn Silexpfeilspitzen.

Fundzusammenhang:

Die Hammeraxt lag im südlichen Teil des Grabes.

Die Axt befand sich im Süden der Beigabenverteilung.

Scanner:

Aicon smartSCAN-HE C5 200mm | Streifenlicht | 0,08mm

Literatur

Volker Heyd, Das prähistorischen Gräberfeld von Niederkaina bei Bautzen, Bd. 4. Veröffentlichungen des Landesamtes für Archäologie mit Landesmuseum für Vorgeschichte 29 (Stuttgart 2000) 28 f.
Thomas Puttkammer, Das prähistorischen Gräberfeld von Niederkaina bei Bautzen, Bd. 8. Veröffentlichungen des Landesamtes für Archäologie mit Landesamuseum für Vorgeschichte 38 (Dresden 2003) 126 f. Taf. 94 f.

Eigentümer

Landesamt für Archäologie Sachsen
AAS:00189584

Eine Wiedergabe ist mit dem Vermerk „© Landesamt für Archäologie Sachsen, Scan/3D-Modell: Thomas Reuter“ gestattet. Die Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht gestattet.


Creativ Common Lizenz Logo CC BY-NC 4.0