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Gusskuchen, Fragment

Fundort: Laubegast (Dresden, Dresden Stadt)
Datierung: Bronzezeit | Lausitzer Kultur, ältere Stufe der waagerecht gerieften Ware | 1050 - 950 v. Chr.
Material: Kupfer
Fundgegenstand: Metallverhüttung/Gießereireste/Glasherstellung, Gußkuchen

Objektbeschreibung:

Bruchstück eines großen, flachen, plankonvexen Gusskuchens mit blasiger Struktur und Oberfläche. Die plane Seite ist relativ eben und rissig.

Florian Innerhofer

Fundstelle

Fundstellen-Ort:

Kiesgrube Knobloch

Fundstellen-Beschreibung:

Die Fundstelle befindet sich in einem größeren Siedlungsareal der jüngeren Bronzezeit auf einer länglichen Sanddüne, die vor ihrer Beseitigung inselartig aus der Niederung des Elbealtarms im Bereich der Dresdner Stadtteile Dobritz und Laubegast ragte. Von dort sind neben Siedlungsbefunden und Gruben mit zahlreichen Funden weitere Depotfunde vor allem der jüngeren Bronzezeit bekannt geworden.

Fundstellen-Typ:

Depotfund

Befund

Befund-Beschreibung:

Das Depot (Fund 259) wurde am 5.9.1945 im Bereich der Abbaukante entdeckt, als unmittelbar zuvor größere Mengen an Sand in die Kiesgrube gestürzt waren und dabei ein Gefäß in einer runden Grube von etwa 0,3 m Tiefe sichtbar wurde. Der Topf war nahezu vollständig erhalten und barg die Gegenstände. Spuren von Bronzepatina im Inneren des Gefäßes bezeugen die Art der Niederlegung.

Scanner:

Aicon smartSCAN-HE C5 200mm | Streifenlicht | 0,11mm

Literatur

Wilhelm Albert von Brunn, Mitteldeutsche Hortfunde der jüngeren Bronzezeit. Römisch-germanische Forschungen 29 (Berlin 1968) 316 Taf. 45–48.
Werner Coblenz, Einige alte und neue Funde aus Sachsen, 3. Zwei neue reiche Bronzefunde von Dresden-Laubegast. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 3, 1953, 114–118 bes. 118 Taf. 29,7.
Werner Coblenz, Reiche Bronzefunde von der Lausitzer Siedlung Dresden-Dobritz/Laubegast. In: Heinz-Joachim Vogt (Hrsg.), Archäologische Feldforschungen in Sachsen. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege, Beiheft 18 (Berlin 1988) 210–214.

Eigentümer

Landesamt für Archäologie Sachsen
AAS:00062070

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